Frage der Woche: "Wird die Erde leichter, wenn du in den Kosmos fliegst?"

Rochelle Ballard Rochelle Ballard: "Was? Ok......Meine 106 Pfund werden da kaum ins Gewicht fallen, aber das, was ich vertrete, hat glaube ich schon Gewicht. Also ja, die Erde wird leichter."
 

Rochelle Ballard gehört zu den drei besten weiblichen Wellenreiterinnen der Welt. Sie ist die internationale Königin des Barrel-Riding, der spektakulären Querfahrt durch die Röhre, die eine sich überschlagende Welle bildet. Rochelle ist Mitbegründerin und Präsidentin von "International Women in Surfing" und eine der wenigen weiblichen Wellenreiterinnen, die professionell vom Surfen leben. "International Women in Surfing" promotet das wachsende Engagement von Frauen in der traditionell männlich dominierten Surfwelt.
Die meiste Zeit des Jahres ist Rochelle in der Welt unterwegs, für Wettbewerbe, Sponsorpräsentationen oder Filmaufnahmen - immer dort, wo gerade die besten Wellen sind. Ihre Basisstation befindet sich südlich von LA im kleinen Ort San Clemente, mit dem Trainingsstrand direkt vor der Haustüre.
Das Wellenreiten ist die Inkarnation des kalifornischen Lebensstiles von Easy Living, Sonne, Strand und Meer. Für viele SurferInnen ist der hautnahe Kontakt zum Ozean aber auch eine persönliche Faszination, eine in das Spirituelle gehende Erfahrung.
 
Wave "Das spezielle Element beim Surfen ist, daß du den Rhythmus des Meeres spürst und ein Teil davon wirst. Du spürst die Energie des Meeres und lernst sie zu verstehen. Wellen entstehen durch Stürme und atmosphärische Veränderungen, oft hunderte von Meilen entfernt, und tragen diese Energie weiter. Jede Welle ist unterschiedlich in ihrer Kraft, ihrer Geschwindigkeit und Form. Das Besondere im Vergleich zu vielen anderen Sportarten wie zum Beispiel Schifahren ist, daß du dich auf einer sich ständig verändernden Oberfläche bewegst. Du bist im hautnahen Kontakt mit einer mächtigen Naturgewalt, von der du nie genau weißt, wie sie sich verhalten wird. Jeder Ride ist eine neue Herausforderung. Ich lerne immer dazu und das liebe ich auch an diesem Sport.
Surfen kann gefährlich werden. Du mußt verstehen, daß du es mit einer Kraft zu tun hast, die viel mächtiger ist als du. Einer der Vorteile beim Surfen ist, daß man normalerweise weich fällt. Wenn du aber eine Welle falsch einschätzt, eine erwischt, die zu stark für dich ist, dann kannst du schön draufzahlen. Immer wieder ertrinken selbst Top-Surfer, weil sie von den Wellen zulange unter Wasser gedrückt oder auf den Boden geschmettert werden und das Bewußtsein verlieren.
 
Ich warte auf die perfekte Welle. Mein ultimativer Surftraum ist die Fahrt durch eine große Röhre, aus der ich auch wieder rauskomme. Vor kurzem war ich in Hawai in einer enormen Röhre mit ca. 5 Meter Durchmesser. Das ist, als ob du plötzlich mitten in einem Haus aus kristallklarem Wasser stehst. Ich habe den Ritt aber nicht ganz geschafft. Die Welle war schneller als ich und hat mich ordentlich geschluckt.
Der Ozean und Surfen ist für mich untrennbar mit meinem Leben verbunden. In Kowai (einer Nebeninsel von Hawai), wo ich aufgewachsen bin, habe ich zur selben Zeit Gehen und Schwimmen gelernt. Ich danke Gott jeden Tag, daß ich meinen Lebensunterhalt mit der Tätigkeit verdienen kann, die ich liebe."
 
"International Women in Surfing"
www.womensurfing.com
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Im Bild unten männliche Kollegen am Strand von San Clemente, Kalifornien, beim Basistraining.

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San Clemente, Kalifornien, 25.09.01